Stand: 01.07.2026 · Redaktion KFZ-Steuer-Rechner
Ob die Kfz-Steuer absetzbar ist, hängt allein von der Nutzung des Fahrzeugs ab. Die Kurzfassung: Betrieblich genutzte Fahrzeuge ja, privat genutzte nein. Im Detail gibt es aber wichtige Abstufungen.
Gehört das Fahrzeug zum Betriebsvermögen (betriebliche Nutzung über 50 %), ist die Kfz-Steuer in voller Höhe Betriebsausgabe. Sie wird in der Einnahmen-Überschuss-Rechnung (Anlage EÜR, Zeile „Kfz-Kosten") oder in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und mindert direkt den Gewinn.
Bei gemischter Nutzung zwischen 10 % und 50 % haben Sie ein Wahlrecht (gewillkürtes Betriebsvermögen). Bleibt das Auto Privatvermögen, können Sie stattdessen die tatsächlichen Kosten anteilig oder pauschal 0,30 € je betrieblich gefahrenem Kilometer ansetzen — darin ist die Kfz-Steuer bereits enthalten.
Für Arbeitnehmer ist die Kfz-Steuer nicht separat absetzbar. Die Entfernungspauschale (0,30 €/km, ab dem 21. Kilometer 0,38 €) deckt sämtliche Fahrzeugkosten ab — Steuer, Versicherung, Sprit und Abschreibung. Ein zusätzlicher Ansatz der Kfz-Steuer in den Werbungskosten wird vom Finanzamt gestrichen.
Ausnahme: Wer Dienstreisen mit dem Privatwagen macht und statt der Kilometerpauschale die tatsächlichen Kosten nachweist, rechnet die Kfz-Steuer anteilig in den Kilometersatz ein.
Anders als die Kfz-Steuer ist die Kfz-Haftpflichtversicherung auch für Privatpersonen absetzbar — als Vorsorgeaufwendung in der Anlage „Vorsorgeaufwand" (Zeile „weitere sonstige Versicherungen"). Der Haken: Der Höchstbetrag für sonstige Vorsorgeaufwendungen (1.900 € bei Angestellten, 2.800 € bei Selbstständigen) ist bei den meisten schon durch Kranken- und Pflegeversicherung ausgeschöpft. Dann bringt der Eintrag nichts mehr.
Auch für Rentner gilt: Die Kfz-Steuer selbst ist privat nicht absetzbar. Die Kfz-Haftpflicht dagegen schon — und bei Rentnern geht der Eintrag besonders oft auf, weil die Basis-Krankenversicherungsbeiträge den Vorsorge-Höchstbetrag seltener ausschöpfen. Wer eine anerkannte Schwerbehinderung hat, sollte zuerst die Befreiung oder 50-%-Ermäßigung beim Hauptzollamt prüfen — die bringt bares Geld statt eines Steuerabzugs.
Für Privatfahrzeuge sind auch Reparaturkosten, HU/AU, Reifen und Kraftstoff nicht absetzbar — alles ist mit der Entfernungspauschale abgegolten. Zwei Ausnahmen: Reparaturkosten nach einem Unfall auf dem Arbeitsweg können als Werbungskosten angesetzt werden, und bei betrieblichen Fahrzeugen sind sämtliche Kosten Betriebsausgaben.
Selbstständige: Anlage EÜR unter Kfz-Kosten. Kapitalgesellschaften: Aufwandskonto „Kfz-Steuer" (SKR 03: 4510, SKR 04: 7685) in der Buchhaltung. Arbeitnehmer: gar nicht — der Posten existiert in der Anlage N nicht. Die Kfz-Haftpflicht kommt als Privatperson in die Anlage Vorsorgeaufwand.
Dies ist keine Steuerberatung. Bei komplexen Fällen (Wechsel Betriebs-/Privatvermögen, Umsatzsteuer) hilft ein Steuerberater.
Nein. Sie ist mit der Entfernungspauschale abgegolten und kann nicht zusätzlich als Werbungskosten angesetzt werden.
Nein, die Kfz-Steuer für privat genutzte Fahrzeuge ist nicht absetzbar. Absetzbar ist als Privatperson nur die Kfz-Haftpflichtversicherung — als Vorsorgeaufwand, sofern der Höchstbetrag noch nicht ausgeschöpft ist.
Ja, die Haftpflicht: als Vorsorgeaufwand (Anlage Vorsorgeaufwand). Teil- und Vollkasko sind privat nicht absetzbar. Selbstständige setzen für Betriebsfahrzeuge beides als Betriebsausgabe ab.
In der Anlage EÜR bei den Kfz-Kosten (bzw. in der Buchhaltung auf dem Konto Kfz-Steuer, SKR 03: 4510 / SKR 04: 7685).
Die 1-%-Regel betrifft nur den geldwerten Vorteil des Arbeitnehmers. Die Kfz-Steuer zahlt und verbucht der Arbeitgeber als Betriebsausgabe.
Beim Leasing zahlt meist der Halter (Leasingnehmer) die Steuer. Betriebliche Leasingnehmer setzen sie wie üblich als Betriebsausgabe ab.
Die Steuer selbst nicht. Die Kfz-Haftpflicht ja — und bei Rentnern wirkt der Eintrag häufiger, weil der Vorsorge-Höchstbetrag seltener ausgeschöpft ist.
Alle Angaben ohne Gewähr. Dieser Rechner dient der groben Orientierung und stellt keine Steuerberatung dar. Maßgeblich ist der Bescheid des zuständigen Hauptzollamts. Stand: 2026.